Die Waldvereinssektion Dreisessel erkundete bereits in den vorangegangenen Jahren bei den Besuchen der historischen Städte Wasserburg, Abensberg, Ingolstadt, Landshut, Straubing und Regensburg die bayerische Landesgeschichte. In diesem Jahr führte die traditionelle Frühlings- und Kulturfahrt der Waldvereinssektion Dreisessel zusammen mit der Sektion Freyung in das 1000jährigem Burghausen.
Bereits Adalbert Stifter (1805-1868) äußerte sich mit folgenden Worten zu dieser Stadt:
„Die Stadt sieht nicht anders aus, als wäre sie aus einem alten deutschen Gemälde herausgeschnitten und hierhergestellt.“
Eine große Teilnehmerzahl hatte sich für diese Fahrt angemeldet und folglich wurden auch zwei Burgführerinnen gebucht, die uns um 10:30 bereits vor der Burg erwarteten. Witzig und gespickt mit aus der Burggeschichte abgeleiteten Redewendungen wie z.B. „einen Zahn zulegen“ führte die Burgführerin unsere Gruppe durch die 1051m lange Burganlage.
Weiter erfuhren wir bei der Burgführung, dass die Burg durch die besondere Lage und der massiven Befestigung kaum einzunehmen war. Ein kleiner Teil dieser Originalbefestigung ist noch erhalten. Vor der Hauptburg liegen fünf Vorhöfe, jeder einem bestimmten Zweck gewidmet. In der Hauptburg sind Kemenate, Palas, Schatzkammer, innere Schlosskapelle und Kerker untergebracht. Während der letzten niederbayerischen Herzöge (15.Jh.) Heinrich, Ludwig und Georg „den Reichen“ erlebte Burghausen eine Blüte- und Glanzzeit. Diese beruhte auf der wichtigsten Einnahmequelle, dem Salz.
Heute, so berichtete die Burgführerin, ist Burghausen mit der Burganlage und der Jazzfestwochen nicht nur ein Tourismusanziehungspunk im Inn-Salzachbereich, sondern auch ein wichtiger Industriestandort im Bayerischen Chemiedreieck. Die Namen der bedeutendsten Musiker sind in den Grüben auf der „Street of Fame“ auf Bronzeplatten verewigt.
Nach der Burgführung und dem Mittagessen erkundeten die Teilnehmer auf eigene Faust die am Westufer der Salzach gelegene bay.-österr. Grenzstadt Gegen 16:00 Uhr traten wir die Heimreise an. Nach einer kurzen Zwischenrast in Simbach erreichten wir gegen 20:00 Uhr wieder unsere Bayerwald-Heimat.




















