Fahrt nach Perlesreut am 10.11.2019

Der letzte Termin im diesjährigen Programm der Waldvereinssektion Dreisessel war die Besichtigung von Perlesreut. 16 Mitglieder besuchten am zweiten Sonntag im November den hochgelegenen Marktflecken zwischen Ohe- und Ilztal. Xaver Ritzinger, ein Heimatkundler mit Leib und Seele, führte unsere Gruppe durch den „Ort des Schnupftabaks“. Er verstand es beim Gang durch den historischen Ortskern die Teilnehmer mit seinen Ausführungen zu fesseln. Wir erfuhren, dass der Markt urkundlich im 11. Jahrhundert erstmals erwähnt wurde, ehemals von einer Mauer umgeben war und nicht nur in einer Himmelsrichtung, der Ortskern nah an die Nachbargemeinde Niederperlesreut grenzte. Das einzige von einem Marktbrand verschonte Haus gehörte früher ebenfalls zur Gemeinde Niederperlesreut.
Zuerst besuchten wir das Denkmal geschützte Bürgerhaus „Bauhütte“. Beim Gang durch diese Räumlichkeiten bekamen wir viele Informationen über den Werdegang der Sanierung und der aktuellen Nutzung des restaurierten „Schmuckstücks“.

Unser nächster Besichtigungspunkt war die Kirche St. Andreas. Auf dem Weg dorthin gingen wir vorbei an dem neu gestalteten Marktbrunnen zum “wandernden“ Konradbrunnen direkt vor dem Kirchengebäude. Xaver Ritzinger berichtete über die Renovierung und informierte über die spät-und neugotische Elemente im Kirchenraum.

Nach dem Mittagessen fuhren wir an diesem sonnigen Herbsttag nicht wie geplant nach Hause, sondern wanderten in das zur Pfarrei Perlesreut gehörende Kirchberg. Auf dem Pilgerweg „Via Nova“ erreichten wir in Kürze den auf einer Anhöhe liegenden Ort. Hier beim Nikolauskirchlein angekommen, wo Xaver Ritzinger uns bereits erwartete, hatten wir einen herrlichen Blick über das Ilzer Land. In seinem Amt als Kirchenverwalter war Xaver Ritzinger 2003, an der großartigen, gemeinschaftlichen und umfassenden Sanierung dieses Wallfahrtskirchleins selbst beteiligt und konnte so eindrucksvoll darüber berichten. Mit seinem großen Wissen hatte er uns in Kürze, sowohl den Sinn dieser Wallfahrt als auch den baulich historischen Wert dieses Kleinods, näher gebracht. Paul Praxl, der auch bei unserer Wandergruppe war, verfasste zur Fertigstellung der Sanierung damals einen kleinen Kirchenführer, der im Nikolauskirchlein auch auflag.

Wieder angekommen an unserem Ausgangspunkt in Perlesreut, kehrten wir zurück nach Waldkirchen.

Bericht und Fotos: Lydia Saiko

 

Abschlusswanderung zum Dreisessel am 20.10.2019

Es ist schon Tradition, dass die Waldvereinssektion Dreisessel ihre jährliche Wanderung am Kirchweihsonntag auf ihren Hausberg „den Dreisessel“ unternimmt. Auch der Wettergott hatte es in diesem Jahr mit der Wandergruppe gut gemeint. Ausgangspunkt war die Talstation des ehemaligen Skilifts. Der Wanderweg folgte z.T. der roten runden 10. Die 11 Teilnehmer kamen bei ihrem Marsch durch den herbstlichen Bergwald voll auf ihre Kosten. Zwar war der Wanderweg anstrengend für Muskeln, Gelenke und Bänder, aber für die Augen war dieser ein kleines Paradies. Vorbei an der Felsengruppe „Schusterbergfelsen“ und Querung der Dreisesselstraße wurde beim Schwammerlplatz eine Rast und Trinkpause eingelegt. Der Nadelwald wich allmählich zurück und es ging vorbei am blanken Wurzelwerk, abgestorbenen Fichten und vereinzelt nachwachsendem Jungwald. Der Gipfel rückte immer näher. Auf einer fast freien Windwurffläche war schon das Gipfelkreuz des Hochsteinfelsens zu erkennen. Oben angekommen bot sich der Gruppe ein grandioser Fernblick sowohl ins Böhmische als auch ins Gebirge. Nach 2,5 Stunden kam die Gruppe im Bergasthof an, wo die „Kurzwanderer“ schon warteten. Gemeinsam wurde das gemütliche Beisammensein und das „Kirchweihganserl“ (Schwein, Hirsch, Ente) genossen. Nach dieser ausgiebigen Mittagsrast erfolgte der Abstieg zu den Bären über den Habergrasberg zum Ausgangspunkt.

Beitrag und Fotos: Lydia Saiko

Wanderung vom Parkplatz oberes Reschbachtal zur Schwarzbachklause am 20.09.2019

Bei schönem Herbstwetter unternahmen 9 Mitglieder der Waldvereinssektion Dreisessel eine Wanderung zur Schwarzbachklause und Kirchlinger Stand. Der erste Teil des Weges führte entlang des Schwarzbaches zur gleichnamigen Klause. Beim dortigen Forsthaus wurde die erste Pause eingelegt. Nachdem der Schwarzbach auf einer kleinen Brücke überquert wurde, führte der Weg durch schönen Herbstwald zum 1289 m hochgelegenen Kirchlinger Stand. Die Hohenauer und Kirchlinger Bauern trieben früher im Sommer ihre Rinder auf diese freie Fläche im Wald. Nach einer Brotzeit auf dieser herbstlich gefärbten Waldwiese ging es entlang des kleinen Schwarzbaches zum Finsterauer Lusenweg, auf dem zum Ausgangspunkt gewandert wurde.

Bericht und Fotos: Christa Weber

Wanderung zum Osterbachkanal und Hochsteinfelsen am 25.08.2019

Eine interessante Wanderung in der näheren Heimat unternahmen Mitglieder der Waldvereinssektion Dreisessel zum Osterbachkanal und Hochsteinfelsen im Duschlberger Wald. Der erste Teil der Wanderung führte zum Osterbachkanal, der in den Jahren 1861 bis 1865 erbaut wurde. Der ältere Teil dieser Anlage war aber der „Fürholzer Wassergraben“, der mit fast 9 km Länge die größte Bewässerungsanlage im Bayer. Wald war. Er wurde bereits ab 1767 von vier Bauern aus Fürholz und Umgebung mit viel Aufwand gebaut, indem sie zwei Quellbäche der Kalten Moldau anzapften und das Wasser zum Fürholzer Bach leiteten. Der Graben war bis zum Beginn des vorigen Jahrhunderts zur Bewässerung der vielen Fürholzer und Vorderfreundorfer Waldwiesen in Verwendung und diente ab 1800 auch der Holztrift zum Osterbach. Die Jahreszahl 1865 ist noch sichtbar an der Absperranlage, wo der Fürholzer Graben von dem dann steil abfallenden Osterbachkanal abzweigt. Den historisch hochinteressanten Ausführungen von Waldvereinsmitglied und Heimatforscher Paul Praxl hörten die Teilnehmer gespannt zu, die zu früher Zeit ohne technische Hilfsmittel ausgeführten Arbeiten zogen die Bewunderung aller auf sich. Anschließend wurde der Hochsteinfelsen im Duschlberger Forstwald besucht. Der mächtigen Felsen aus dem in dieser Gegend typischen Wollsackgranit bildete von 1487 bis 1765 ein Landesgrenzmal zwischen dem Hochstift Passau und der an Österreich verpfändeten Herrschaft Rannariedl mit dem Gericht Jandelsbrunn der sieben künischen Dörfer. Im Anschluß dieser höchst interessanten Exkursion wurde der Tag in Frauenberg beendet.

Bericht und Fotos: Christa Weber

Wanderung von Kellberg König-Max-Hütte zurück über Erlautal am 21.07.2019

Bei Regen starteten 8 tapfere Mitglieder zur Wanderung ins Erlautal. Von Kellberg gings zur König-Max-Höhe, der Rundblick war leider nicht sehr ergiebig. Nach 1,5 Std. war der Ort Erlau erreicht, eine Einkehr im Hotel Post war gerade recht, um die nassen Klamotten auszuziehen und zu trocknen. In fröhlicher Runde wurde ein vorzügliches Mittagessen eingenommen. Nachdem es zu regnen aufhörte, traten die Wanderer den Rückweg an. Der Weg führte lange an der Erlau entlang, bis er steil anstieg und nach 2 Stunden die Klinik Schedel in Kellberg erreicht wurde. Hier wurde kurz Rast gemacht am Brunnen, dessen Wasser eisenhaltig rostfarben aus der Erde kommt. Fazit der Wanderer war: Auch bei Regen und in fröhlicher Runde kann wandern schön sein!!

Bericht und Fotos: Christa Weber

Einweihung der Terrasse am Dreisesselschutzhaus und des „Bezwingers“ am 2.6.2019

Noch zu Zeiten des Vorstandes Max Stadler wurde beschlossen das
Nebengebäude, das von Karfreitag auf Karsamstag 2016 abgebrannt ist,
wieder aufzubauen. Der Neubau auf das alte Areal war nicht mehr
möglich, weil das Nebengebäude teilweise auf tschechischem Hoheitsgebiet
stand. Der 2017 neu gewählte Vorstandsvorsitzende Walter Bermann und die Vorstandschaft der Sektion Dreisessel einigten sich auf einen
Terrassenanbau an der Rückseite des bestehenden Schutzhauses. Im unteren Teil des Anbaus ist je ein Raum für den Wirt, die Bergwacht und die Wanderer zum Unterstellen. Am Sonntag den 02. Juni wurde der Anbau
feierlich von Herrn Pfarrer Emil Dragula eingeweiht. Walter Bermann
dankte in seiner Festansprache allen Mitwirkenden. Er ging auch auf die
geplante Generalsanierung des Schutzhauses ein und stellte das Projekt
„Dreisesselschutzhaus 2025“ vor. Nach seiner Vision sollten in Zukunft
Übernachtungen im Schutzhaus wieder möglich sein. Landrat Sebastian
Gruber stellte in seiner Ansprache zu diesem Projekt eine Förderung in
Aussicht. Musikalisch wurde diese Einweihung begleitet von der
Blaskapelle Neureichenau, die vor dem Schutzhaus spielte und am selben
Sonntag die Einweihung des „Bezwingers“ umrahmte . Die Wanderer konnten unter diesen musischen Klängen einem sonnigen Tag und von der neuen Terrasse aus einen grandiosen Fernblick über das gesamte Waldmeer genießen.

Bericht und Fotos: Lydia Saiko

Wanderung „Rundumadum“ Jandelsbrunn am 19.5.2019

Die Wanderung führte Karl Wiesmeier. Das Motto dieser Wanderung war „Rundumadum Jandelsbrunn“ und „ die 7 Künischen Dörfer“. Treffpunkt war der Parkplatz am Rathaus in Jandelsbrunn. Die circa 25 Wanderer zogen zunächst, mit einem kurzen Abstecher zu Ehren eines Jubilars, über die Pfeiffenau hinauf nach Aßberg. Die restlichen 4 „Künischen Dörfer“(Grund, Heindlschlag, Hintereben, Rosenberg) waren von der Anhöhe bzw. vom Fluplatz Aßbergs aus, dank sehr guter Fernsicht, leicht erkennbar. Nach Wollaberg wurde an der barocken Bauslkapelle eine willkommene Trinkpause eingelegt. Weiter ging`s über die Orte Fasangarten und Poppenreut hin zum Brotzeitstüberl, wo Mittagsrast gehalten wurde. Mit kurzen Ausführungen zur Geschichte der „Künischen Dörfer“ und anderen kurzweiligen Beiträgen begleitete Karl Wiesmeier die Wanderung. Ausklingen ließen die „Unermüdlichen“ den Wandertag bei Kaffee, Eis und Kuchen im Gasthaus Pilger in Jandelsbrunn.

Bericht und Fotos: Lydia Saiko

Einweihung der Terrasse am Dreisesselschutzhaus und des „Bezwingers“

Am Sonntag 02. Juni 2019 ab 14 Uhr findet die Einweihung der neu errichteten Terrasse am Dreisesselschutzhaus mit Bewirtung im Dreisesselschutzhaus statt.

An diesem Tag findet ebenfalls die Einweihung des „Bezwingers“ statt. Weitere Informationen sind bei Interesse im Flyer zu finden.

Alle Mitglieder und Interessenten sind herzlich eingeladen.

Kulturfahrt nach Eferding 28.4.2019

Das Ziel der heurigen Frühlings-und Kulturfahrt der Waldvereinssektion Dreisessel war Eferding und die Burgruine Schaunberg. Bei der von Lydia Saiko organisierten Fahrt konnten auch wieder einige Mitglieder der Sektion Freyung begrüßt werden. Eferding erhielt bereits 1222 Stadtrecht und ist die drittälteste Stadt Österreichs. Bei einer Führung erfuhren die Teilnehmer vieles über Geschichte und Sehenswürdigkeiten der Stadt. Besonders interessant war die Pfarrkirche im spätgotischem Stil mit barocken und neugotischen Altären, der „Eferdinger Dom“ wurde bereits 1451-1505 erbaut. Im Schloß der Starhemberger, das bereits im Nibelungenlied erwähnt wurde, konnte der Innenhof besichtigt werden. Das fruchtbare Eferdinger Becken ist auch bekannt für seinen Gemüseanbau. Nach dem Mittagessen in Strohheim wurde die Burgruine Schaunberg besucht. Diese Anlage gilt als die größte Burganlage Oberösterreichs und wurde ca. 1150 erbaut. Im sehenswerten Innenbereich befindet sich der gut erhaltene, 32 m hohe Burgfried, der durch eine Treppe mit 189 Stufen erschlossen wurde. Der Blick geht weit ins Eferdinger Becken bis zum Mühlviertel und wurde von vielen bestiegen. In Schlögen an der Donau wurde der Tag gemütlich beendet.

Bericht: Christa Weber
Fotos: Lydia Saiko und Maria Garnitz

Wanderung zum Geistlichen Stein am 25.3.2019

Bei herrlichem Frühlingswetter starteten 15 Wanderfreunde (die jüngste war 11 Monate) der Waldvereins-Sektion Dreisessel zum geistlichen Stein bei Ringelai. Auf dem gut beschilderten Wanderweg Nr. 2 ging es über Heindlmühle durch schönen Mischwald, das letzte Stück ziemlich steil, in etwa 1,5 Std. auf das aus dem Wald aufragende Felsgebilde. Auch ein Gipfelkreuz befindet sich auf dem Aussichtsfelsen, der Blick geht über den Schmalzdobel Ringelai und die den Talkessel umgebenden Berge. Das Gebiet um die markante Felsgruppe ist historisch bedeutsam, so wurde im späten 17. Jahrhundert hier nach langen Verhandlungen die Grenze zwischen dem Kurfürstentum Bayern und dem Hochstift Passau festgelegt. Ursprünglich hieß der Felsen „Geislstein“, daher wahrscheinlich der Name. Der Rundweg führte über Neidberg zurück nach Ringelai, wo natürlich noch eingekehrt wurde.

Bericht: Christa Weber                      Fotos: Christa Weber u. Maria Garnitz